Hanwha Total Petrochemical erobert mit neuer Produktionstechnologie EVA-Markt für Solarmodule
  • - Erfolgreiche Produktion durch weltweit erstes Polymerisationsverfahren in einem Röhrenreaktor
  • - Größter Weltmarktanteil von 35%, Ernennung zum weltweit führenden Produkt

Produktionsstandort im Süden von Chungcheongnam-do, Daesan von Hanwha Total Petrochemical (links), EVA-Produkte für Solarmodule zum weltweit führenden Produkt ernannt (rechts)


[29. Dezember 2015] Hanwha Total Petrochemical gelang es erstmals auf der Welt, das Polymerisationsverfahren in einem Röhrenreaktor erfolgreich zur Herstellung des Kunststoffes EVA einzusetzen. Auch wurde eine zweite EVA-Fabrik gebaut. Mit dieser Investition will das Unternehmen auf dem Weltmarkt für hochwertige EVA-Produkte wachsen.

Hanwha Total Petrochemical gab jüngst bekannt, dass das EVA-Vergussmaterial¹ für Solarmodule vom südkoreanischen Ministerium für Industrie, Handel und Ressourcen zu einem der weltführenden Produkte ernannt wurde.


¹ Vergussmaterial: Eine dünne Kunststoffschicht, die wärmedämmend, wasserabstoßend und gegen Witterung schützend die Effizienz und Lebensdauer eines Solarmoduls im Wesentlichen bestimmt.

Ein Produkt, das 5% Weltmarktanteil hat, zu den fünf führenden Produkten zählt oder ein Weltmarktvolumen von jährlich etwa 50 Millionen Dollar sowie ein Exportvolumen von über 5 Millionen Dollar aufweist, gilt als weltführendes Produkt. Hanwha Total Petrochemical erreichte einen Anteil von 35% auf dem 350.000 Tonnen großen EVA-Weltmarkt für Solarmodule und ist damit Weltmarkt-Spitzenreiter.

EVA ist die Abkürzung von Ethylenvinylacetat. Dieser Kunststoff wird in den verschiedensten Produkten verwendet, in Turnschuhsohlen zum Beispiel aber auch in Solarmodulen. Je nach dem Gehalt an monomerem Vinylacetat kommt dieses Material sowohl bei der Herstellung von Alltagsprodukten als auch von hochwertigen Produkten zum Einsatz. Der Vinylacetat-Gehalt des EVA-Vergussmaterials für Solarbatterien beträgt über 28% und macht es damit zu einem hochwertigen Produkt. Denn bei einem hohen Gehalt an Vinylacetat können mit derselben Materialmenge nur wenige Exemplare hergestellt werden.

Hanwha Total Petrochemical erkannte, dass es bei allgemeinen EVA-Produkten hinsichtlich des Skaleneffekts gegenüber China, das aggressiv Anlageninvestitionen tätigte, nicht konkurrenzfähig sein würde und konzentrierte sich daher auf technologischen Fortschritt und den Markt für hochwertige EVA.

Hanwha Total Petrochemical baute im letzten Jahr die zweite EVA-Fabrik, in der das Polymerisationsverfahren in Röhrenreaktoren angewendet wird. Das Unternehmen konnte weltweit erstmals mit dieser Technologie EVA für Solarmodule herstellen.

Zwar ist das Polymerisationsverfahren in einem Röhrenreaktor leistungsfähig, doch kann die Produktqualität nicht effektiv kontrolliert werden. Daher kam diese Methode bislang lediglich zur Herstellung von Polyethylen niedriger Dichte zum Einsatz. EVA-Hersteller verwenden gewöhnlich Autoklav, der für die Herstellung von EVA mit hohem VAM-Gehalt angemessener ist. Dies geht jedoch zu Lasten der Produktivität.

Ferner erfolgt die Polymerisation in einer Hochtemperatur- und Hochdruckumgebung, was ihre Anwendung in einer Pilotanlage erschwert.

Jedoch verfügt Hanwha Total Petrochemical über Erfahrung mit der Herstellung von hochwertigem Weich-Polyethylen (LDPE) unter Anwendung von Polymerisation im Röhrenreaktor. Dieses Verfahren konnte bereits mit dem selbst entwickelten Simulationsprogramm auf seine Sicherheit getestet werden.

Durch dieses Verfahren wurde die Transparenz von EVA, die großen Einfluss auf die Leistung des Solarmoduls hat, erhöht. Auch garantiert es eine hohe Reinheit und geringe Schrumpfung, die Fehlerrate bei der Verarbeitung kann zudem deutlich gesenkt werden. Im Vergleich zum Autoklav-Verfahren konnte die Produktivität um 30 bis 40% gesteigert werden.

Hanwha Total Petrochemical hat im Februar 2014 die zweite EVA-Fabrik mit einer Kapazität von 240.000 Tonnen errichtet und als einziges südkoreanisches Unternehmen eine EVA-Anlage mit Herstellungskapazitäten von jährlich 320.000 Tonnen fertiggestellt. Hanwha Total Petrochemical will in den nächsten fünf Jahren allein im Geschäft mit EVA für Solarmodule 500 Mrd. Won Umsatz erzielen.

Hanwha Total Petrochemical erklärte, dass man es geschafft habe, durch die Entwicklung innovativer Technologie ein Qualitätsniveau zu erreichen, das die Kunden zufrieden stellt. Auch wolle man die Entwicklung von hochwertigen Produkten und Markterweiterung vorantreiben, um sich von der Konkurrenz aus China und dem Mittleren Osten abzuheben.

Hanwha Total Petrochemical war überdies das einzige petrochemische Unternehmen in Südkorea, das den PP Polymerisationskatalysator entwickeln konnte. Im Februar 2014 hatte das Unternehmen bereits erfolgreich einen phthalatefreien PP Polymerisationskatalysator hergestellt und bemüht sich stetig um die Entwicklung von hochwertigen petrochemischen Produkten.

Hanwha Group

Die 1952 gegründete Hanwha Gruppe ist einer der zehn größten Konzerne in Südkorea und ist als „FORTUNE Global 500“ Unternehmen gelistet. Zu der Gruppe gehören 56 südkoreanische und 226 internationale Gesellschaften aus den drei Hauptgeschäftsfeldern Produktion & Bauwesen, Finanzen sowie Dienstleistungen & Freizeit. Die Produktions-und Bausparte von Hanwha blickt auf über 60 Jahre Erfahrung als führender Industriekonzern zurück und umfasst ein breites Tätigkeitsfeld, wie die Herstellung von chemischen Grundstoffen und Hochleistungsmaterialien bis hin zu Projektentwicklung und Gesamtlösungen in der Solarenergie. Die Finanzsparte umfasst Leistungen wie Banking, Versicherungen und Vermögensverwaltung und ist darin die zweitgrößte Gruppe außerhalb des Banken-und Finanzsektors in Südkorea. Der Bereich Dienstleistungen und Freizeit bietet erstklassige Lifestyle-Services einschließlich Einzelhandel und Erholungsangeboten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.hanwha.com

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